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Microsoft Inspire Konferenz 2019: Ein Rückblick von Daniel Freiberger

Welche Highlights es bei der diesjährigen Microsoft Partnerkonferenz Inspire von 14. bis 18. Juli in Las Vegas gab, berichtet der Topic Owner Customer Experience Management bei Tieto Austria

29 Juli 2019

Die diesjährige Microsoft Partnerkonferenz, mittlerweile Microsoft Inspire betitelt, war wie immer ein sehr eindrucksvolles Event. Neben der Kulisse in Las Vegas gab es auch diesmal zahlreiche Neuigkeiten.

Wie auch im vergangenen Jahr war es für Microsoft ein großartiges Geschäftsjahr 2019. Die Fokussetzung auf Microsoft Azure sowie Microsoft 365 ging auf und wird uns auch ins nächste Jahr hinein begleiten. Wie auch die Corenote von Satya Nadella bewies, setzt Microsoft auf die neusten Technologietrends und möchte die Vorreiterschaft im Bereich Artificial Intelligence, Mixed Reality und Office Productificty Solutions weiter ausbauen.  

 

Neue Zielgruppe: Firstline Worker 

Microsoft hat mittlerweile erkannt, dass der Markt für „White Collar“-Lösungen ein endend wollender ist (und zudem mit Microsoft-Produkten ziemlich abgedeckt ist), und sieht die Firstline Worker, also Arbeiter in der Produktion oder Mitarbeiter, die draußen im Feld mit Kunden direkt in Kontakt treten, als ihre neue Zielgruppe. Diese Neuausrichtung untermauert Microsoft mit eindrucksvollen Zahlen – 2 Milliarden Firstline Workers und 77 % sehen die Chance, mit Technologie produktiver zu werden. 

 

Microsoft Teams 

Das neue Liebkind von Microsoft ist Microsoft Teams. Die Wachstumszahlen sind beeindruckend, Microsoft Teams zählt mittlerweile mehr tägliche Benutzer als der Konkurrent „Slack“. Microsoft sieht hier den zukünftigen digitalen Arbeitsplatz von allen Mitarbeitern eines Unternehmens – sowohl Whitecollar als auch Bluecollar (Firstline Worker) und legt daher enormen Fokus auf die Weiterentwicklung dieses Produktes. Es wird beispielsweise mit künstlicher Intelligenz angereichert, um Meetings automatisch zu transkripieren, To-Do‘s zu erzeugen oder nützliche Features wie Lesebestätigungen und „Priority Notifications“ verfügbar zu machen.  

 

Data & IoT 

IoT war auch dieses Jahr wieder, ein großes Thema. Im letzten Jahr haben fast alle produzierenden Unternehmen erkannt, dass sie auf diesen Zug aufspringen müssen. Microsoft bietet daher auch immer mehr Funktionen, um die Umsetzung End2End – vom Sensor bis zur Analyse – zu ermöglichen. Ein großes Thema ist jenes rund um Daten. 73 % aller gesammelten Daten werden nicht analysiert – dies wird die Herausforderung für die nächsten Jahre sein, um Mehrwert aus IoT-Szenarien ziehen zu können. In diversen Vorträgen (auch von Kunden) wurde immer wieder betont, dass die ersten Schritte in das Feld IoT Geld kosten (Verbindungen herstellen, Daten von Maschinen sammeln, Daten abspeichern), bevor ein ROI durch das Arbeiten und Auswerten von Daten erzeugt wird. Außerdem betont Microsoft, dass die Herausforderung von IoT nur mit Partner-Ökosystemen lösbar ist – es gibt derzeit keinen Partner, der alles kann. 

 

HoloLens 2 

Auch die HoloLens 2 war Thema der Microsoft Inspire. Hier sieht Microsoft ebenfalls den großen Wachstumsmarkt bei den Firstline Workers. Das größte Potential wird im Bereich Manufacturing erwartet. Hier geht es insbesondere darum, dem Mitarbeiter mehr Informationen zu liefern, die beispielsweise durch IoT-Szenarien generiert werden, sowie das typische Szenario „Remote Assistance“ zu forcieren. Alles in allem nichts Neues, nur dass diese Szenarien teilweise nativ unterstützt werden sollen, z.B. von Microsoft Dynamics/Teams und auch von neuen Azure Services wie „Spatial Anchors“, die es plattformübergreifend ermöglichen, Objekte im Raum zu platzieren und zu teilen. Auch die Kombination aus XR und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (realtime translation mit Nachempfindung von Sprachmelodie sowie Geschwindigkeit des Originals) wurde eindrucksvoll mit einem Hologramm, dass eine real-time-übersetzte Präsentation auf Japanisch hielt, gezeigt.

 

Privacy, Trust & Responsible AI 

Künstliche Intelligenz war in aller Munde. Vom markenkleidungs-erkennenden Shopping-Assistenten bis hin zur intelligenten Universität wurde das Thema fast in jedem Vortrag erwähnt. Es führt also kein Weg mehr an KI-Szenarien vorbei. Umso spannender war daher die Corenote von Brad Smith, der seinen gesamten Vortrag dem Umgang mit diesen neuen Technologien widmete. Er lobte mehrere Male die europäische DSGVO, dass Micrsoft sich daran ein Beispiel nimmt und nach dem Motto „Privacy is a fundamental human right“ agiert. Auch versprach er, dass Microsoft immer versuchen wird, ausschließlich „positive“ AI-Szenarien zu unterstützen – denn was schon mit Gesichtserkennung und Co. möglich ist, sehen wir ja bereits in einigen Staaten dieser Welt. 

 

Team Österreich 

Für mich persönlich war wie immer auch der Netzwerk-Gedanke ein wesentlicher. Nirgendwo hat man so viele Microsoft Partners und Experten auf einem Fleck. Der Austausch mit den österreichischen Partnern – auch wenn diese oftmals Konkurrenten sind – ist immer sehr erfrischend und es entstehen immer wieder neue Kooperationsmöglichkeiten.

Alles in allem hat mich die Microsoft Inspire in einem bestätigt: Dass wir bei Tieto auf die richtige Strategie setzen. Wir möchten End2End-Szenarien entwickeln. Daten sammeln und auswerten (Industrie 4.0), Informationen und Mehrwerte generieren (Data Driven Business) und diese für Szenarien für den Consumer nutzen (Customer Experience Management).  

 

Zur Person

Daniel Freiberger ist Topic Owner von Customer Experience Management bei Tieto Austria und steht für Diskussionen und Fragen rund um die Digitalisierung für optimierte Kundenerlebnisse unter +43 (133) 1741476 sowie per E-Mail zur Verfügung.

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